Lassen Sie sich von untenstehenden Techniken inspirieren. Nehmen Sie möglichst viele Anlässe wahr, um das aktive Zuhören zu trainieren. Übung macht den Meister. Hilft es Ihnen, beim Entwickeln neuer Routinen ein Commitment einzugehen und Feedback zu bekommen? Dann schreiben Sie mir von Ihren Erfahrungen auf Instagram:
Blickkontakt; Augenhöhe; zugewandte Körperhaltung; Kopfnicken
volle Aufmerksamkeit auf Gesprächspartner; aufnehmendes Zuhören; [nicht durch andere Gedanken und Tätigkeiten ablenken, z.B. auf Handy oder Uhr schauen]
umschreibendes Zuhören; mit eigenen Worten, aufs Wesentliche reduziert, wiedergeben, so wie Sie es verstanden haben
Gefühlslage verstehen; Empathie zeigen [mitfühlen statt mitleiden]; Stimmung wahrnehmen; Stimmung und Emotionen des Gegenübers in eigenen Worten ausdrücken und wiedergeben
Rückfragen; Nachfragen; offene Fragen; W-Fragen [außer warum, das führt auf die Problemebene]
aussprechen lassen; geduldig sein; nichts erwidern; Zeit für Gedanken geben
Fausregel: 3 Dinge merken, um diese bei Gelegenheit nochmal aufzubringen und so Interesse zu zeigen [nicht in Wunden zu bohren]
Hat Ihr Gegenüber negative Gefühle, flauen diese durch Ihr aktives Zuhören ab – vorausgesetzt Sie haben ein aufrichtiges Interesse an ihm und seiner Situation. Wie kommt es dazu? Dadurch, dass sich Ihr Gesprächspartner angenommen fühlt, hört seine Amygdala auf zu „feuern“, der Stresspegel sinkt und er kann wieder klar denken [sehr vereinfacht dargestellt]. Nun besteht eine reelle Chance, dass er offen dafür ist, eine Lösung zu finden, die für Sie beide passt.
Ihr Gesprächspartner fühlt sich von Ihnen gewertschätzt, dadurch dass Sie „seine Welt“ ernst nehmen und „Ihre eigene Welt“ hintenanstellen. Wenn Sie seine Welt bzw. seine Sicht auf die Dinge respektieren, dann werden auch Ihre eigenen Bedürfnisse respektiert.
Durch aktives Zuhören, erinnern Sie sich besser an Einzelheiten, die man Ihnen anvertraut. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie sich konkret nach der Situation Ihres Gesprächspartners erkundigen. Wieder zeigen Sie echte Wertschätzung. Das fördert die Kooperation.
Last but not least fördert aktives Zuhören auch Ihr eigenes Verständnis für die Gesamtsituation und vielleicht wollen Sie dann selbst einen Schritt auf Ihr Gegenüber zugehen.
Zuhören und echtes Interesse zeigen kann anstrengend sein, vor allem wenn wir noch andere Themen „um die Ohren“ haben. Zwischenmenschliche Interaktion erfordert unsere Energie. Am besten gelingt sie uns, wenn unsere eigenen Batterien voll sind. Sorgen Sie regelmäßig gut für sich, denn wer nichts hat, der kann nichts geben. Und wenn Sie mal nicht die Kraft aufbringen können, sich voll und ganz auf Ihr Gegenüber einzulassen, seien Sie nachsichtig mit sich. Morgen ist auch noch ein Tag, um professioneller zu performen.
Autorin: Johanna Lucić